Der Wunsch nach einem Kind ist für viele Paare einer der tiefsten Lebenswünsche. Wenn eine Schwangerschaft nicht sofort eintritt, entstehen schnell Fragen und Unsicherheiten. In vielen Fällen ist Geduld der wichtigste Ratgeber – aber ab einem bestimmten Punkt ist es sinnvoll, ärztliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen und gezielt nach möglichen Ursachen zu suchen.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Als Faustregel gilt: Frauen unter 35 Jahren, die nach 12 Monaten regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs nicht schwanger werden, sollten eine ärztliche Abklärung in Betracht ziehen. Für Frauen über 35 verkürzt sich dieser Zeitraum auf 6 Monate – denn die Eizellreserve nimmt mit dem Alter ab und Zeit ist ein wichtiger Faktor. Früher zum Arzt sollten Frauen, die unregelmäßige Zyklen haben, bekannte gynäkologische Erkrankungen wie Endometriose oder Myome, oder bei denen Operationen im Bauchraum vorausgegangen sind.
Hormondiagnostik als erster Schritt
Ein zentrales Element der Kinderwunsch-Abklärung ist die Hormondiagnostik. Zu den wichtigsten Parametern gehören FSH und LH (Steuerhormone der Eierstöcke), das Anti-Müller-Hormon (AMH) als Marker der ovariellen Reserve, Progesteron (zur Bestätigung des Eisprungs in der Lutealphase), TSH (Schilddrüsenwert – Schilddrüsenfunktionsstörungen sind eine häufige und gut behandelbare Ursache von Zyklusstörungen), Prolaktin und ggf. Androgene. Diese Werte geben zusammen ein klares Bild vom hormonellen Status und möglichen Regulationsstörungen.
Zyklusmonitoring und Ultraschall
Ergänzend zur Blutdiagnostik ist das Zyklusmonitoring mittels seriellem Ultraschall aufschlussreich: Wir beobachten das Heranreifen der Follikel, bestätigen oder schließen einen Eisprung aus und beurteilen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Der Ultraschall der Gebärmutter gibt außerdem Hinweise auf Myome, Polypen oder anatomische Besonderheiten, die die Einnistung beeinflussen können. Eine Beurteilung der Eileiterdurchgängigkeit (per Hysterosalpingographie oder Kontrastsonographie) ist bei konkretem Verdacht ebenfalls möglich.
Emotionale Unterstützung auf dem Weg
Kinderwunsch ist nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein zutiefst emotionales Thema. Wir nehmen uns in unserer Praxis die Zeit, um Sie als Patientin – und wenn gewünscht, als Paar – umfassend zu beraten, alle Befunde verständlich zu erläutern und gemeinsam den nächsten sinnvollen Schritt zu planen. Sollte eine Überweisung an ein reproduktionsmedizinisches Zentrum notwendig sein, begleiten wir Sie auf diesem Weg.
Stehen Sie am Anfang Ihrer Kinderwunsch-Reise oder möchten Sie eine erste Einschätzung? Vereinbaren Sie einen Beratungstermin in unserer Praxis in München-Bogenhausen – wir sind für Sie da.
